SCHALLWELLEN VERWANDELN SICH IN WASSERWELLEN

Bei KYMAT wird Musik sichtbar – in vibrierenden Klangmustern, die sich mit jedem Ton verändern.

KYMAT ist eine Mischung aus Kunst, Biophonie und Wellenphysik.

Eine Erfahrung, die zeigt wie alles Leben – Menschen, Tiere & Pflanzen – miteinander durch Wasser verbunden ist.

KYMAT AUF WELTWEITEN BÜHNEN

Die Arbeiten von KYMAT – sichtbarer Klang und Schwingung – wurden auf einigen der renommiertesten internationalen Plattformen für zeitgenössische Kunst, Design und Innovation präsentiert. Diese Einladungen unterstreichen die künstlerische Relevanz und faszinierende Visualisierungskraft der Kymatik als Brücke zwischen Wissenschaft und Sound-Art.

NUIT BLANCHE PARIS – Immersives Planetenerlebnis

Bei der Pariser NUIT BLANCHE verwandelte KYMAT 2022 die historische Kirche Saint-Paul-Saint-Louis im Rahmen der immersiven Installation „Planet“ (von Matthias Contzen & Philippine Leroy-Beaulieu) in ein öffentliches Kymatik-Labor. In kollektiver Arbeit mit einem internationalen Team aus Künstlern und Technikern entstand eine mehrkanalige Video-Projektion, die den sakralen Raum mit den pulsierenden, organischen Wasserklangbildern in Resonanz brachte. Die Aufnahmen von Tim Kaiser und Kim Pörksen fingen die einzigartige Atmosphäre dieser Kunstnacht ein.

ART BASEL HONG KONG – Die Zukunft des Audio-Erlebnisses mit Sennheiser

Als Teil des „Future Audio Artist Program“ des offiziellen Audio-Partners Sennheiser war KYMAT 2017 auf der Art Basel Hong Kong vertreten. Das Programm präsentierte die Zukunft der Audiowelt durch Innovation und unterstützte bahnbrechende Sound-Künstler. Hier demonstrierte die Installation „Drop Sound Enlightenment“ die tiefe Verbindung zwischen präziser Audiotechnik und visueller Kunst. In Zusammenarbeit mit Sven Meyer (Idee & Sound) und Tim Kaiser (Kamera & Schnitt) entstand eine Arbeit, die das Publikum einlud, Klang nicht nur zu hören, sondern als fundamentale, formgebende Kraft zu erfahren.

MILAN DESIGN WEEK – Interaktive Zukunftsvision mit Hyundai

An der Milan Design Week 2019 war KYMAT Teil des wegweisenden Hyundai Showcases „STYLE SET FREE“. Im Zentrum der interaktiven, multisensorischen Ausstellung aus Licht, Farbe, Form und Klang stand die KYMAT-Installation als lebendiges Beispiel für generative Gestaltung. Besucher konnten durch ein verstecktes Theremin selbst Klänge erzeugen und in Echtzeit beobachten, wie diese das Wasser in komplexe, tanzende Bilder verwandelten. Die Installation veranschaulichte so den künstlerischen und gestalterischen Dialog zwischen menschlicher Eingabe und natürlicher, physikalischer Antwort.

Das Kymatik-Labor: Vom Katzen-Schnurren zum Stern

Jede Installation basiert auf dem Prinzip des offenen Experiments. Im Labor werden Alltagsgeräusche und Klänge – vom Schnurren einer Katze (213 Hz) über den Ton eines Schiffshorns (258 Hz) bis zum menschlichen Herzschlag (116 Hz) – analysiert und ihre spezifische formgebende Wirkung auf Wasser erforscht. Mit hochpräzisen Mikrofonen von Sennheiser aufgezeichnet, offenbaren diese Klänge ihr visuelles Gegenstück: aus einem gesungenen „Om“ entsteht eine „Blume des Lebens“, aus einer Cellofrequenz bilden sich Hoch- und Tiefdruckgebiete. Dieses dokumentierte Wechselspiel zwischen exakter Frequenz und entstehendem Bild („Sonic Image“) macht die verborgene Ordnung der Schwingungen sichtbar.


Diese internationalen Projekte positionieren KYMAT nachhaltig an der Schnittstelle von wissenschaftlicher Forschung, immersiver Medientechnik und philosophischer Kunst. Sie zeigen: Indem wir Klang sichtbar machen, erforschen wir die grundlegenden Bausteine unserer wahrnehmbaren Welt.

WAS IST KYMATIK?

Das Grundprinzip

Wenn eine Platte, eine Membran oder eine Flüssigkeitsoberfläche in Schwingung versetzt wird, bilden sich durch Überlagerung der Wellen stehende Wellenmuster. An bestimmten Punkten (den Knoten) ist die Bewegung minimal, an anderen (den Bäuchen) maximal. Legt man ein loses Material wie Sand darauf, sammelt es sich an den Knotenlinien und offenbart so die verborgene Struktur des Schalls.

Ein Stück Wissenschaftsgeschichte

Der deutsche Physiker Ernst Chladni (1756–1827) machte dieses Phänomen im 18. Jahrhundert mit seinen berühmten „Chladnischen Klangfiguren“ populär. Er ließ mit einem Geigenbogen schwingende Metallplatten mit Sand bestreuen und dokumentierte die entstehenden stern- und mandalaartigen Formen. Der Schweizer Arzt Hans Jenny (1904–1972) griff diese Experimente im 20. Jahrhundert auf, führte sie mit moderneren Mitteln durch und prägte den Begriff „Kymatik“.

Kymatik mit Wasser

Besonders faszinierend ist die Arbeit mit Wasser. Als bewegliches, sensibles Medium reagiert es auf unterschiedliche Frequenzen mit einer unglaublichen Vielfalt an Mustern – von einfachen, konzentrischen Ringen bis zu komplexen, sechseckigen Gittern und scheinbar organisch wirkenden Strukturen. Mit präzisen Tonfrequenzen wird die Wasseroberfläche zu einer dynamischen Leinwand, auf der die Gesetze der Wellenphysik live sichtbar werden.

Die universelle Sprache der Muster

Viele der entstehenden Formen erinnern an vertraute Strukturen aus der Natur: an die Symmetrie von Schneeflocken, die Anordnung von Blütenblättern oder die Waben von Bienen. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall, sondern weist auf gemeinsame, universelle Ordnungsprinzipien hin. In der Natur wie in der Kymatik entstehen Muster oft dort, wo sich Kräfte effizient und im Gleichgewicht organisieren.



Der Aufbau – Vom Ton zum Bild

Die Entstehung eines Wasserklangbildes folgt einem klaren, technischen Prozess, der Präzision mit künstlerischer Intention verbindet.

Das Herzstück der Installation ist ein spezieller Lautsprecher. Auf seiner Membran wird eine wassergefüllte Schale befestigt. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Setup verwandelt den Lautsprecher in einen präzisen Antrieb: Jede Schwingung, jeder Ton überträgt sich direkt auf die Wasseroberfläche und setzt sie in Bewegung.

Die Komposition des Sichtbaren

Ich arbeite nicht mit zufälligen Tönen, sondern komponiere Klänge für das Auge. Mittels eines Frequenzgenerators oder durch speziell arrangierte Musikstücke werden präzise Schwingungen erzeugt. Das Ziel ist nicht nur ein hörbarer, sondern vor allem ein visuell faszinierender Effekt. Es entsteht ein Dialog zwischen Klang und Wasser, bei dem jede Frequenz eine spezifische formgebende Antwort erzeugt.

Die Aufnahme

Über der Installation ist eine Hochgeschwindigkeitskamera mit einem Ringlicht positioniert. Diese Anordnung gewährleistet eine schattenfreie, kristallklare Ausleuchtung der ständig in Bewegung befindlichen Wasseroberfläche. Die Kamera fängt ein, was für das bloße Auge oft zu schnell ist: die geballte Entstehung und komplexe Dynamik der Muster, von der sanften Bildung konzentrischer Wellen bis zum turbulenten Tanz komplexer Interferenzfiguren.



Das Phänomen der Musterbildung

Gibt man feine Partikel (z.B. Glitter oder natürliche Puder) auf die Wasseroberfläche, wird die unsichtbare Kraft der Schwingungen noch deutlicher sichtbar. Die Teilchen sammeln sich entlang der Knotenlinien der stehenden Wellen und offenbaren die exakte Struktur des Schallfeldes. Die entstehenden Strömungsmuster weisen eine verblüffende Ähnlichkeit mit natürlichen Systemen auf – sie erinnern an die Zugbahnen von Hoch- und Tiefdruckgebieten auf Wetterkarten, an zelluläre Strukturen oder an die Anordnung von Galaxien.

Vom Experiment zum Kunstwerk

Das gefilmte und fotografierte Material ist der Rohstoff. In der Nachbearbeitung entstehen daraus druckreife Kymatografien (Einzelbilder) oder meditative Filmwerke. Diese können als raumgreifende Projektionen, in digitalen Formaten oder als limitierte Fine-Art-Prints präsentiert werden. Jedes finale Werk ist somit das Resultat eines kontrollierten physikalischen Experiments und zugleich eine eigenständige künstlerische Interpretation der darin sichtbar gewordenen natürlichen Ordnung.

Die Verbindung zur Natur

Die Formensprache, die in diesen Experimenten auftaucht, ist nicht erdacht, sondern emergent – sie entspringt den fundamentalen Gesetzen der Wellenphysik. Dass wir dieselben Strukturprinzipien in Schneeflocken, Blüten oder planetaren Systemen wiedererkennen, unterstreicht eine zentrale Einsicht: Die Kymatik macht keine Natur nach, sie macht einen Teil der ihr innewohnenden, ordnenden Prinzipien unmittelbar sichtbar.

Kymatik – Eine Brücke zwischen Disziplinen

Heute dient die Kymatik nicht nur der faszinierenden Veranschaulichung von Physik, sondern bildet auch eine Brücke zu anderen Bereichen:

  • In der Lehre macht sie abstrakte Konzepte wie Frequenz, Resonanz und stehende Wellen begreifbar.

  • In der Kunst („Science-Art“) inspiriert die Ästhetik der natürlichen Muster zu visuellen Werken und Installationen.

  • In der Forschung hilft die Analyse von Schwingungsmustern, Materialeigenschaften zu verstehen.

Kymatik enthüllt so die tiefe Verbindung zwischen Klang, Form und den grundlegenden Gesetzen, die unsere sichtbare Welt strukturieren. Sie erinnert uns daran, dass die Natur ihre eigene, auf physikalischen Prinzipien basierende Schönheit besitzt – eine Schönheit, die präzise beschreibbar und doch immer wieder überraschend ist.

Musik: Frequenzen zum Ankommen

KYMAT macht Musik, die im Körper ankommt. Mit analogen Synthesizern, Field-Recordings und Frequenzen, die das Nervensystem beruhigen.


Zwei Alben, zwei Zugänge: „Good Vibrations“ mit klangtherapeutischen Elementen und „Sonic Bloom“, auf dem Pflanzen zu Mitmusikern werden. Elektroden übersetzen ihre elektromagnetischen Felder in Steuersignale – eine Sonifikation pflanzlicher Aktivität, die Natur und Elektronik verschmelzen lässt. Eine Einladung, den Alltag für eine halbe Stunde auszublenden.

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Bilder: Sichtbar gewordener Klang

Die Wasserklangbilder von KYMAT sind fotografierte Wellenphysik. Jedes Bild ein Unikat – entstanden, wenn Frequenzen das Wasser in Schwingung versetzen und organische Muster, Mandalas und Zellteilungen formen. Was das Auge im fließenden Wasser nur für Sekundenbruchteile erblicken kann, wird hier für immer eingefroren.

Wellenphysik trifft Biophonie: In den Aufnahmen schwingen die Klänge der Natur mit, wenn Pflanzen zu Mitmusikern werden oder Field-Recordings aus dem Amazonas in die Bildentstehung einfließen. Hochwertige Kunstdrucke, signiert und limitiert – ein Stück sichtbar gewordener Klang für die Wand.

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Show: Klang wird Ereignis

KYMAT live bedeutet: Die Entstehung der Wasserklangbilder wird für das Publikum unmittelbar erfahrbar.

In der Barclays Arena Hamburg entstand mit Jan Schierhorn und fast 100 Menschen ein langes Summ- und Brummorchester – ein Zeichen für Inklusion und Zusammenhalt.

Bei der Nuit Blanche in Paris füllte KYMAT die Kirche Saint-Paul Saint-Louis mit Klang und Wasserbildern. Auf Kampnagel traf KYMAT auf 5 Sterne Deluxe und gestaltete den Vorabend des 25-jährigen „SiLLiUM“-Jubiläums.

Im Zeiss Planetarium Jena umgab die 360°-Projektion das Publikum von allen Seiten.

Und auf dem Fusion Festival verwandelte sich ein alter Flughafen-Hangar in einen Ort der Stille mitten im Festivaltrubel.

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Installationen: Klang wird Raum

Wasser wird zur Skulptur, Schall wird sichtbar. KYMAT baut Installationen, die Wellenphysik und Kunst zu einer Einheit verbinden.

Von der Installation Sonic Water in Berlin über die Mailänder Design Week für Hyundai, die Interiormesse Maison & Objet in Paris, die Zusammenarbeit mit Sebastian Gäbel und The String Theory in Göteborg bis zur Art Basel in Hongkong mit Sennheiser.

Ob selbstlaufend, performativ oder interaktiv: KYMAT-Installationen laden ein zum Staunen, Verweilen und Mitmachen.

Besucher werden selbst zu Forschern und können mit ihrer eigenen Stimme oder ihrem Lieblingssong eigene Wasserklangbilder erzeugen.

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Kooperationen: Klang in neuen Verbindungen

KYMAT arbeitet mit ausgewählten Partnern zusammen, um die Welt der sichtbaren Klänge weiterzutragen.

Mit Peter Hess entstand die von KYMAT entwickelte Wasserklangschale – ein Instrument, das Resonanz unmittelbar erfahrbar macht und über den Peter Hess-Verlag vertrieben wird.

Mit Plant Wave verbindet KYMAT die Faszination für Pflanzenklänge: Als offizieller Endorser bietet KYMAT das Plant Wave Device mit exklusivem Rabatt an – für alle, die die geheime Klangwelt ihrer grünen Mitbewohner entdecken wollen.

In musikalischen Kooperationen und Workshops mit Festivals wie Überjazz oder Künstlern wie Flaschenkino wird die Musik anderer live in Wasserklangbilder übersetzt.

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