Sonic Bloom
Die Stimme der Botanik
Mit „Sonic Bloom“ erweitert KYMAT den klangtherapeutischen Ansatz des Debüts um eine faszinierende Dimension: Hier werden Pflanzen zu Mitmusikern.
Das Herzstück des Albums bildet ein kleiner MIDI-Transformator. Elektroden, die an den Blättern von Pflanzen befestigt werden, übersetzen deren elektromagnetische Felder in Steuersignale für Synthesizer. Die Pflanzen improvisieren – und KYMAT lässt sich darauf ein, spielt mit ihnen, lässt Mensch, Maschine und Natur zu einer Einheit werden.
Eingebettet sind diese Pflanzensounds in eine vielschichtige Klangcollage: Grillenzirpen aus dem Amazonas zieht sich als hypnotischer roter Faden durch das gesamte Album. Dazu Pfeifen von Schamanen – originale Field-Recordings einer Ayahuasca-Zeremonie im Regenwald. Über allem liegen warme, analoge Synthesizer, gespielt von Carsten Meyer. Hypnotische Sprach-Interludes des Musikers Das Bo runden das Klangbild ab.
Entstanden ist eine mystische Klangcollage, die Natur und Elektronik verschmelzen lässt. Die Musik ist ziellos, ein Dahingleiten durch tiefe Entspannung. Sie nimmt die Hörer mit auf eine meditative Klangreise, eine Wanderung zwischen den Welten – zwischen Realität und Traum.
Die Grundessenz von „Sonic Bloom“ ist es, die Schönheit des Lebens, die wir viel zu oft als selbstverständlich hinnehmen, sichtbar, hörbar und erlebbar zu machen und eine Verbindung zur Natur und damit zu uns selbst herzustellen. Das Album zeigt, dass sich Wissenschaft und mystische Welterfahrung nicht ausschließen, sondern ergänzen.
Alle Songs wurden komponiert, aufgeführt und produziert von Sven Meyer / KYMAT.